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Ja, mir kennan – yes we can – ist das
Motto einer flammenden Rede von Wolfgang Krebs alias Stoiber, Beckstein
und Seehofer, dem Triumvirat der drei bayerischen Ministerpräsidenten.
Vor allem der Altlandesvater Stoiber will darin das gute alte Bayern,
ach was: die ganze Welt retten! „Dieser Saustall muss ein besserer
werden“ donnert er ins Publikum. Die Posauen von Jericho seien
Blockflöten gegen die Rede, die er jetzt und hier halten werde.
Schließlich kenne er sich mit der freien Liebe ... ähhh ... Rede aus!
Bayern müsse wieder mehr nach Stoiber klingen und weniger nach seinen
beiden Konkursverwaltern Günter Dingsstein und Horst Seeheimer.
Wolfgang Krebs, ein Meister der Parodie,
lässt die drei Kontrahenten gekonnt gegeneinander antreten. Stoiber
dominiert dabei, aber das muss er auch. Sonst würde Ehefrau Karin
womöglich die Freuden der Emanzipation entdecken und „Muschis
Nagelstudio“ eröffnen, auch wenn es dort dann nur ums Nageln ginge, wie
Edmund abwiegelt. Stoibers schusseliges Gestammel steigert Krebs gekonnt
zum hintersinnigen Unsinn á la Karl Valentin.
Krebs Beckstein rührt derweil mit seiner
unbeholfenen Holprigkeit schon fast die Herzen, wenn er offen zugibt,
dass er froh sei, kein Ministerpräsident mehr zu sein. Endlich könne er
wieder so viele Maßen trinken wie er wolle. Und danach trotzdem nach
Hause fahren. Und zwar allein! |
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Was Krebs auszeichnet, ist seine Gabe,
sich in die Seelen und Hirne vieler CSU- und Politgrößen hineinzudenken
und durch sie zu sprechen. „Er windet sich furchtlos ins schwindel
machende Getöse der alltäglichen Polit-Phraseologie und reinigt die
Verstopfungen durch Nadelstiche in die Eiterbeulen verfilzten Denkens
und Landesherren-Gehabes“ (SZ). Oder um Krebs Seehofer zu zitieren:
„Irgendeinen Unsinn rede ich lieber selber.“ Und: „Ich denke nicht an
mich, sondern nur an euch, wenn ich sage, wir müssen Opfer bringen.“ Da
verpufft selbst Seehofers Überego zur heißen Luft. Und alle miteinander
entlarven die Hohlheit und Doppelzüngigkeit ihrer politischer Reden und
Taten. Krebs schont dabei niemanden, alle kriegen ihr Fett ab.
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Und
so urteilt die Presse über die CD: |
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„Die Gags waren scharf und treffsicher wie kleine Giftpfeile,
keinesfalls beliebig oder abgegriffen, und das Herr Krebs, ist
heutzutage schon beinahe eine Kunst.“
Mittelbayerische
Zeitung |
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„Stoiber spricht zum Volk in
Form des Kabarettisten Wolfgang Krebs. Da wird es nicht einmal
still im Saal, manche lachen ohne Pause. Auch Ude in der ersten
Reihe zuckt immer wieder.“
Süddeutsche Zeitung |
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„Gekonnt, wie der Parodist
Stoibers gestammelte Werke und neue Wortverdreschungen mischte
und den Frontmann der Konterrevolution Edmund ‚Che Stoiber
mimte.“ Merkur Online |
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"Satire für die Ohren"
Artikel in der Allgäuer Zeitung vom 15.09.10
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